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Artikel über Verfolger in Englisch




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Verfolgerscheinwerfer

Verfolgerscheinwerfer entsprechen vom optischen Aufbau genau den Profilscheinwerfern. Jedoch statt vor der Show einmal statisch ausgerichtet zu werden, müssen Verfolger dynamisch während der Show bewegt werden und ständig der neuen Spielsituation angepasst werden. Dies bedeutet, dass ein Beleuchter diesen Scheinwerfer kontinuierlich bedient. Somit muss ein Verfolgerscheinwerfer Bedieneigenschaften gegenüber einem Profilscheinwerfer aufweisen, die die Handhabung im Showablauf gerecht werden. Deshalb behandeln wir hier nicht mehr die optischen Grundlagen, da Sie bereits von den Profilscheinwerfern hinlänglich bekannt sind, sondern nur noch die Besonderheiten gegenüber einem Profilscheinwerfer.

Man kann nicht oberflächlich damit argumentieren, dass ein Profilscheinwerfer breit abstrahlt, während ein Verfolger sehr eng abstrahlend ist. Profilscheinwerfer weisen auch Optiken mit bis zu 5° auf und sind damit enger bündelnd als manch ein Verfolger. Um mit einen Profilscheinwerfer zu verfolgen bzw. umzurüsten, sind folgende Bedienungselemente zu verändern. Zunächst einmal der Zoom, soweit vorhanden. Natürlich kann man sagen, mit einer Iris kann ich doch die gewünschte Lichtkeisgröße einstellen. Jedoch der Zoom hat gegenüber der Iris einen gewaltigen Vorteil. Je kleiner der Lichtkreis mit dem Zoom eingestellt wird, um so mehr Licht steht auf der beleuchteten Fläche zur Verfügung, während die Iris nur Licht abschneidet, welches damit verloren ist. Einen Zoomprofilscheinwerfer einzustellen ist meist mit nur einer Hand nicht möglich. Der einzige Zoomprofilscheinwerfer mit einer Ein-Hand Zoomeinstellung ist der ETC-Source Four Zoom, der diese Mechanik jedoch hat patentieren lassen. Bei den Verfolgern, ist der Zoom aber fast genauso wie bei den sonst üblichen Profilscheinwerfern zu verstellen, jedoch mit der Änderung das die Feststellschrauben zur Linsenposition handlicher- und beide auf der Bedienseite (recht vom Scheinwerfer mit Lichtwurfrichtung auf die Bühne) liegend, ausgeführt sind. Hier können die Verfolgerentwickler sicher noch etwas verbessern. Einzig bei den größeren Verfolgern werden die Drehknebel mit einem Schnellarretierungssystem versehen oder es werden mit der Zoomlinse beide Linsen gleichzeitig bewegt, während die Linse zum Scharfstellen alleine bewegt wird. Jedoch kann man einen Zoom mit einer Hand nicht verstellen, ohne das der Lichtkreis seine Schärfe verändert. Das hat man bei optischen Systemen von Movinglights, wo eine mechanische Kopplung der Linsen zueinander dafür sorgt, dass trotz Öffnungswinkeländerung die Schärfe annähernd nachgezogen wird, schon weiter entwickelt gesehen. Dass aber auch Profilscheinwerfer mit einem festen Abstrahlwinkel zu einem Verfolger veredelt werden, zeigt Herrmann Sorger von Lighting Innovation. Er spendiert dem Tubus eine Mechanik, so dass der Verfolgerfahrer mit einem Hebel den Tubus verrücken und damit die Schärfe verstellen kann.

Für eine brauchbare Umrüstung zu einem Verfolger kann der Profilscheinwerfer in der Regel auf die Blendenschieberebene verzichten. Denn im dynamischen Betrieb müssten die Blendenschieber für jeden sichtbar ruckelfrei und weich fließend bewegt werden, was aber praktisch nicht handhabbar ist. Nur diejenigen die Ihren Verfolger auch als Profiler zweckentfremden, vermissen oft die Blendenschieberebene. Denjenigen kann man nur noch mit einem abschneidenden Gobo bzw. einer Iris mit nur einer einzigen Lamelle, so wie das Blendenschiebergrundprinziep des ADB Warp,  helfen. Zum Abschieben wäre beim dynamischen Einsatz ein Stellhebel von Nöten. Einige Verfolgerhersteller habe dementsprechend Zubehör entworfen oder bieten dies bereits standardmäßig in Ihren Verfolgern an. Man spricht dabei von Horizont- oder Vertikal-abschiebern. Dabei werden die Gegenüberliegenden Seiten gleichzeitig über den Stellhebel in den Strahlengang geschoben. Die horizontale Abschieber sind auch als Chopper oder Guiliotiene-Abschieber bekannt. Vom FOH aus sind diese Tools nützlich, jedoch bei jeder schrägen Positionierung kann man nicht mehr erwarten, das der Orchestergraben bzw. die Bühnenkante entsprechend der Verzeichnung schräg abgeschoben werden kann.


Zur Abbildungebene gehört natürlich auch eine Goboebene. Der Einsatz von Gobos findet bei Verfolgern meist nur im Event-Architainment statt, wenn es gilt über große Entfernungen Gebäude zu illuminieren bzw. mit Texturen zu überzeichnen. Aber auch im Eventbereich kann man den Verfolger noch als Goboprojektor nutzen um ein Firmenlogo noch schnell zu platzieren, oder das „Pausen“-Gobo auf den Vorhang zu werfen. Immerhin benötigt man dann nicht einen separaten Scheinwerfer der nur diese eine Aufgabe zu erfüllen hat. Auch hier gelten die gleichen Qualitätskriterien zur Abbildung von Gobos, wie Sie auch für die Profilscheinwerfer beschrieben wurden. Zuletzt findet man in der Abbildungsebene noch die Iris. Weiteres über die Iris behandeln wir weiter unten im Kapitel Ausrichthilfe.



Statt wie bei einem Profilscheinwerfer eine Farbfolie in die Farbfolienkasette einzuführen, ist der Verfolgerscheinwerfer mit ca. sechs Farbfolienrahmen bestückt, welche über eine Mechanik mit einem Finger in den Strahlengang hineingefahren werden können. Dabei unterscheidet man einmal das Boomerang System mit dem Push Pull System. Beim Boomerang System wird mit dem Einführen einer Farbe gleichzeitig alle Farben, die bereits im Strahlengang sind, mit Hilfe der Schwerkraft aus dem Strahlengang genommen. Das hat den Vorteil, das man mit dem Betätigen der gewünschten Farbe die bisherige Farbe automatisch aus dem Strahlengang verschwindet. Der Nachteil dieser Technik ist, das das Herausfallen der Farbe meist nicht gedämpft geschieht, so das der Verfolger durch das Anschlagen des geführten Farbfolienhalters ruckelt, was bei offenen Beam auch auf der Bühne deutlich zu sehen ist. Nur bei sehr großen Verfolgern mit genügend eigner Masse wird das Verhältnis besser. Ein weiterer Nachteil ist bei Verfolgern die „über Kopf“ arbeiten müssen, also den typischen Trussverfolgern, die sehr steil herunter leuchten müssen ist, dass dann die Schwerkraft zum ziehen der Farbfolienmechanik in einem so schlechten Winkel angreift, dass diese Kraft nicht mehr ausreicht um die bisherige Farbe auszulösen. Aus diesem Grund verwendet man dann einen Push Pull-Farbwechsler. Dieser arbeitet Schwerkraft unabhängig indem die Farbe zur Seite hinaus bzw. hinein in dem Strahlengang gefahren wird. Dabei muss man jedoch die bisherige Farbe mit einer zweiten Betätigung aus dem Strahlengang herausfahren. Jedoch kann man mit diesem Farbwechslersystem wesentlich ruckelfreier arbeiten.    




Eine weitere Variation zum Farbwechsel von Verfolgerscheinwerfern sind Rollenfarbwechsler. Diese verursachen kaum Erschütterungen und ermöglichen eine Großzahl weiterer Farben. Mit der Möglichkeit Rollenfarbwechsler über DMX-512 vom Pult aus fernzusteuern ist es nicht verwunderlich, dass diese Lösung sehr oft bei Musicals angewendet wird. Jedoch wird beim Rollenfarbwechsler oftmals die Möglichkeit vermisst, das man direkt am Verfolger die richtige Farbe anwählen kann. Mit Kleinst-DMX-Pulten wird der Kreis meist mit einem Schieberegler verändert, was bei einem Rollenfarbwechsler und der Anforderung beim Verfolger für eine Vollfarbe sehr schwer zu handhaben ist. So gibt es Firmen, die dieses Manko entdeckt haben und DMX-Farbwechsel-Boxen anbieten, bei der man die entsprechende Farbe auf Knopfdruck anwählt und die Box den entsprechenden DMX-Wert für den Rollenfarbwechsler ausgibt. Dabei denkt man nicht nur an Verfolgerscheinwerfer sondern auch an Mehrzweckhallen mit weitgehend wenig in Lichttechnik ausgebildeten Mitarbeitern bzw. Laien, denen man zwar erklären kann das ein Druck auf diesen Knopf ein Farbwechsel bewirkt, aber nicht verlangen kann, ein Lichtstellpult, mit all seinen Möglichkeiten sich zu verrennen, über den Abend hindurch problemfrei zu bedienen.  

Bis vor kurzen waren kontinuierliche Farbverläufe, wie man Sie von Movinglights mit Ihrer CMY oder den LEDs mit Ihrer RGB Farbmischung her kennt mit Verfolgern nicht standardmäßig realisierbar. Jedoch hat vor kurzen eine subtraktiv kontinuierliche wirkende Farbmischung beim Verfolger Einzug erhalten. Mittels Farbfolien die in vier Folienträgern eingebracht werden, ist es möglich diese Farbe wie bei einer sehr großen Iris mit eben den vier Farbfolien tragenden  Lamellen  in den Strahlengang hineinzufahren. Ordnet man nun mehrere Module hintereinander an, so kann man nun jede beliebige Farbe mischen. Dabei übertrifft dieses System die Farbmöglichkeiten von den bekannten CMY-Farbmischungen von Movinglichts erheblich, da man selber jede beliebige Farbefolie in ein Modul einsetzen kann. Dazu hat man noch die Möglichkeit bis zu sechs Folienmodule bzw. Farben hintereinander zu setzen und damit zu mischen. Somit bleibt der Farbgestaltung kein Wunsch mehr offen. Natürlich könnte man ein Modul auch als CTO oder CTB ausstatten oder mit einem Frost bestücken. Das man dann die Positionierung mit der Hand bei einer stufenlosen Positionierung überfordert ist, gibt es diese Module auch DMX-512 gesteuert.      




Der Verdunkler hat die Aufgabe den Verfolger einzudimmen. Leider werden hier oft Begrifflichkeiten durcheinander gebracht, deshalb hier die alt hergebrachte Bezeichnung Verdunkler. Einer der Bezeichnungs-Verwirrspiele rührt auch daher, das zum zwecke des Dimmens, wie auch die Funktion der Iris, von ein und dem selben Bauelement realisiert werden kann. So gibt es einen Verfolger auf dem Markt, wo die gleiche Einheit je nach Anordnung im Strahlengang einmal die Funktion als Dimmer oder mal als Iris wahrnimmt. Ist die Blendenförmige Lammellenanordnung in der Abblidungsebene des Linsentubusoptik, so ist es eine Iris. Wird diese „Blende“ dagegen weiter hinter in der Abbildungsebene der Kondensoroptik, also der Optik des Lampenhauses angeordnet, dann wird gedimmt. Möchte man wissen ob das Leuchtmittel gut justiert ist, dann kann man den Dimmer schließen, und die Iris ebenfalls. Öffnet man die Iris nur einen Hauch, dann arbeitet Sie für unsere Zwecke wie eine Blende beim Fotoapparat, und lässt nur wenig Licht hindurch, um eine Abbildung des Leuchtmittels über die Kondensorlinse auf die Dimmereinheit zu werfen. Jedoch sollte man beachten, dass oft die Dimmereinheiten nicht so gut mit Ihren Lamenllen auf die Mitte justiert sind und so ist eine Pappschablone die genaue die Mitte anzeigt vorteilhaft. Ein mechanischer Verdunkler ist Standard bei allen Entladungslampen Typen. Man findet jedoch auch bei Halogenlichtverfolgern mechanische Verdunkler. Jetzt könnte man doch meinen mit einem einfachen Dimmerkreis oder 1 Kanal –Dimmer sei das doch viel energiesparender. Jedoch werden solcher Verfolger gerne für Film bzw. Fernsehaufzeichnungen verwendet, und dabei möchte man keine Farbtemperaturänderungen durch Dimmen erhalten. Denn wenn der Künstler sich auf den Verfolger zubewegt, kann man den Verfolger dann mechanisch dimmen ohne dass der Akteur rötlicher wird. Es ist für die Entwickler eine Herausforderung einen guten homogenen Dimmer zu entwerfen.  In der Regel haben sich vier bis sechs Lammellen bewehrt. Durch die Temperaturbelastung verwerfen sich diese Abschattungsbleche – weshalb ein Dimmer auch als Shutter bezeichnet wird, der jedoch nichts mit dem Strobskop den Shutter von Movinglights zu tun hat – und können sich bei sehr enger Anordnung gegenseitig blockieren. Lässt man auf der anderen Seite zu viel Platz zwischen den Abschattungsblechen, dann kann zu viel Lichtreflexionen nach außen dringen, wodurch Störlicht ausfallen kann. Oft werden die Dimmer bei Verfolgern auch mit der Option DMX-512 Steuerbar angeboten.  

 




Bei einem Verfolgereinsatz der sich über Stunden Hinzieht gilt vor allem die Ergonomie zu beachten, denn im Gegensatz zu Lichtstellwerkern stehen die Verfolgeroperatoreen neben dem Scheinwerfer, müssen ständig eine ruhige Hand minimal bewegen und sind zudem noch von der Wärmestrahlung des Scheinwerfers belastet, während der Pult-Operator hin und wieder einen Knopf drückt, während er sich auf seinen Sessel hin und her pfletzen kann. Somit ist Verfolgerfahren bei schlecht ergonomisch gestalteten Arbeitsgeräten sehr ermüdend. Weiter verstehen wir hier unter Ergonomie, das man mehrere Funktionen als einzelne Person gleichzeitig durchführen kann um komplexere Anforderungen vom Lightdesigner auch ausführen zu können. Idealerweise ist es zum Beispiel, wenn man den Dimmer bedienen und gleichzeitig mit derselben Hand den Verfolger ausrichten kann. Denn es ist oft der Fall, das der Schauspieler über die Bühne läuft und dabei abgedunkelt werden soll. Fällt dem Lightdesigner noch ein das dabei der Lichtkreis kleiner werden soll, so muss der Verfolgerfahrer die Iris bedienen, den Dimmer bewegen und noch mit ruhiger Hand den Künstler verfolgen. Das geht nur, wenn mindestens ein Bedienelement so gelegen ist, das man gleichzeitig den Scheinwerfer ausrichten kann. Somit wäre es optimal wenn alle Bedienelemente an einer Seite nah beieinander liegen, damit der Verfolgerfahrer nicht ganz nach vorne zum Farbwechsel sich strecken muss und dann zurück beugt um die Iris zu erreichen. Bei großen Verfolgern ist das schon eine Strecke, die er mit einfachen Ausstrecken der Hand nicht mehr erreicht und somit sein Körperschwerpunkt verlagert, was einmal ergonomisch gut ist – da abwechselnde Bewegung, aber nicht für eine gleichmäßige Führung des Lichtes auf der Bühne spricht. Damit man nach drei Stunden Verfolgen keinen langen Arm bekommt, ist es gut, wenn der Verfolger richtig ausbalanciert ist. Dazu findet man in der Regel auf der Rückseite eine Haltevorrichtung, an der man etwas Metall wie Coupler, oder Sandssäcken mit einem Seil befestigen kann. Größere Geräte die auf sehr große Distanzen eingesetzt werden, müssen nur sehr wenig in der vertikalen bewegt werden. Deshalb weisen solche Geräte auch schon mal einen Gewichts-Ausgleichschlitten auf, der dann das feine Austrimmen des Projektors erlaubt. Für die horizontale Bewegung muss der Verfolger ebenfalls sehr leitgängig sein, jedoch aber nicht von selbst in eine bestimmte Ausgangsposition zurückdriften. Dabei werden gerne Kugelgelagerte Stative oder Stativaufnahmen wie ein Rollerrace eingesetzt. Dass das Stativ äußerst standsicher sein muss versteht sich dabei von selbst. Es hat sich aber gezeigt, das wenn der Stativfuß als rechteckige oder Runde Plattform ausgebildet ist und der Verfolgerfahrer gerne neben sein Gerät steht, das er mit einem Dreibeinstativ mehr Fußbewegungsfreiheit hat als mit den flächen abdeckenden Basisstativen. Ebenfalls ist gerne eine umlaufende Bedienstange gesehen, so dass man abwechslungsreich die Führung des Scheinwerfers handhaben kann, aber auch zum Ein und Auspacken des Gerätes ist die Umlaufende Bedienstange ein Segen, erlaubt Sie doch das einfache Anpacken des Verfolgers mit vier Personen.

 




Ein großer Feind des Verfolgerfahrers ist die Hitzeausstrahlung seines Arbeitsgerätes. Einmal strahlt das Lampengehäuse sehr viel Wärme ab und zum anderen steigt Wärme konvektionsmäßig nach oben. Im ersten Fall bedeutet dies, das einige Verfolgerfahrer für ein entspannteres Arbeiten sich ein Hitzeschutzblech an das Lampengehäuse anbringen. Dieses Blech fängt die direkte Wärme Strahlung ab, und wird durch Konfektionskühlung soweit heruntergekühlt, das es selbst weniger Wärme ausstrahlt. Auch hier vermisst man ein wenig die Innovationkraft der Verfolgerentwickler, die solche Vorrichtungen nicht als Standard mit aufnehmen. Auch ist es unerklärlich warum viele Verfolger Ihre Bedienelemente oben in der Mitte des Tubus anbringen. Denn damit ist der Verfolgerfahrer gezwungen immer über die Wärmeabstrahlende Oberseite des Gehäuses zu fassen. Besser wäre die Bedienung von der Seite, wobei dann auch die Hand nicht so hoch gehoben werden muss. Denn es gibt gemeine Lightdesigner die eine ganz langsame Veränderung wünschen, und da kann so mancher Arm einem sehr schwer und gegrillt vorkommen, wenn man oberhalb des Tubuses den Hebel langsam verstellen muss.


  




Zugegeben, mit der Bedienung an der Oberseite hat man wenigstens die Möglichkeit das Gerät zu bedienen wenn man auf der anderen Seite des Gerätes steht. Leider gibt es Positionen von Verfolgern wie z.B. die linke Loge, bei der man besser links neben dem Gerät steht. So gibt es auch Geräte die linksbedienbar sind. Leider werden solche Geräte immer weniger angeboten. Eine Lösung dazu wäre einmal, das die Bedienelemente über eine Mechanik auf beiden Seiten verfügbar, oder aber über DMX-512 steuerbar sind. Andere behelfen sich, indem Sie den Lampenkopf und die Farbwechseleinheit abschrauben und Sie 180° verdreht wieder aufschrauben. Dann wird der gesamte Scheinwerfer um 180° verdreht und siehe da, die Bedienelemente befinden sich nun auf der linken Seite. Jedoch macht dort oftmals die Mechanik einen Strich durch die Rechnung, da z.B. einzufahrende Zusatzfilter auf den Kopf nach unten hängen und somit nicht mehr variabel einsetzbar sind. Bleibt noch die Lösung über eine Ansteuerung über DMX-512, die aber weitere Fragen aufwirft. Wird alles nur noch über die Lichtkonsole gesteuert? Kann der Verfolgerfahrer nicht mehr korrigierenderweise die Intensität ändern? Ist es möglich Verfolger selbst parallel zu steuern? Ist diese Möglichkeit der parallelen Steuerung mechanisch, elektrisch und hat sein Wert Vorrang, oder gilt stumpf HTP? Auch hier gibt es Lösungen, z.B. indem beim Pult neben dem Dimmerkanal für den Verfolger ein Masterkanal für den Verfolger angelegt wird. Damit kann man vom Pult aus ein plötzliches Black out erzwingen. Jetzt kann der Verfolgerfahrer an seinem Verfolger aus die Helligkeit aufdrehen um z.B. mit dem engen Irisstrahl sein Auftreffpunkt zu bestimmen, oder eben zwischen den vorgegebenen Werten des Pultes die Helligkeit korrigieren. Das DMX-512 Fernsteuerbarkeit noch weitere Vorteile bietet ist z.B. die Wahl der richtigen Farbe vom Pult aus bei Verwendung von Rollenwechsler. Es gibt dann kein Vergreifen an der Farbe mehr, sondern höchstens noch ein Versagen des Rollenwechslers. Aber auch beim Einsatz von mehreren Verfolgern und dem plötzlichen Black out bietet die Fersteuerbarkeit mittels DMX den Vorteil, dass nicht die Verfolger hintereinander ein absterbendes Lauflicht signalisieren, weil die Reaktionszeit auf das Showcaller GO je nach Operator und durchzechter Nacht sehr unterschiedlich ausfallen kann.       



 




Der Trussverfolger bzw. ein Verfolgen über Kopf bedeutet einige weitere Überlegungen. Wie wird bereits im Kapitel Farbe lesen konnten, ist die Farbwechseleinheit als Push Pull ausgelegt, wenn es kein Rollenfarbwechsler davor gebaut wurde. Damit der Verfolger auch richtig steil nach unten gerichtet werden kann werden hier in der Regel gekröpfte Bügel eingesetzt, die ein leuchten senkrecht nach unten hin erlauben. Diese Steile Ausrichtung findet im Theater bequem von der Arbeitsgalerie aus statt, jedoch bei einem Konzert sind diese Positionen oberhalb der Bühne. Dazu werden meist Rekarostühle in eine Traversenaufnahme eingefügt und diese Konstruktion geflogen. Der Verfolgerfahrer klettert über eine Strickleiter mit seiner Volvicflasche nach oben und wartet bis die Show beginnt. Hier sind gute fallsichere Ablagemöglichkeiten für die Strickleiter und die Volvicflasche unabdingbar. Bei den meisten Trussverfolgern ist der Verfolger seitlich neben dem Verfolgerfahrer angebracht. Gerade er benötigt eine sehr kompakte Anordnung der Bedienelemente. Eine sehr willkommene Arbeitserleichterung stellte die Einführung des Clay Paky Shadow Verfolger dar, bei der die Bedienung über ein Bedientableau hinter dem Scheinwerfer erfolgte. Damit konnte der Scheinwerfer zentrisch platziert werden, was eine bessere Balance am Sitz bedeutete und der Verfolgerfahrer hatte seine Bedienknöpfe direkt vor sich. Nebenbei war die Wärmebelastung über durch den Scheinwerfer fast null. Bei dem Clay Paky Shadow handelte es sich um einen Scanner ohne Spiegelkopf er die Steuerungssignale über das Bedientableau erhielt und je nach Ausführung auch über DMX512 gesteuert werden konnte. Bei einer Positionierung des Verfolgerstuhles oberhalb der Bühne und nur mit Strickleiter zu erreichen, lassen den Umsichtigen Meister auch „was wäre wenn“ Szenarien durchspielen. Nehmen wir an der Verfolgerfahrer hat sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen und ist ohnmächtig geworden. Besteht dann die Möglichkeit an diese Position zu gelangen, wenn der Kollege nicht mehr in der Lage ist die Strickleiter herunter zu werfen? Hier sind grundsätzliche Überlegungen gefragt und es werden verschiedene Ansatzpunkte diskutiert, insbesondere - was ist ein sicherer Trussverfolgerstand.



Aufhellverfolger bei sehr beengten Platzverhältnissen.

Sind die Platzverhältnisse sehr beengt, und benötigt man den Verfolger nur zum unmerklichen Aufhellen der bewegenden Akteure, so wird gerne auch ein Licht verwendet das keinen scharfen Rand aufweist, sondern weich ausläuft. In diesem Fall kann man auch mal einen Niedervoltscheinwerfer verwenden, der mit seinen engen Lichtstrahl starke spitzen setzen kann und bei guter Lagerung hervorragen als Aufhellverfolger dient.



 




Nachdem bereits Scanner ohne Spiegelvorsatz als Verfolger umfunktioniert wurden oder Niedervolt Scheinwerfer zum Verfolgen eingesetzt werden, so ist es auch denkbar, kopfbewegte Scheinwerfer einzusetzen. Natürlich weiß jeder, dass man mit einem Joystick nicht ein Movinglight wie ein Verfolger bewegen kann. Jedoch gibt es eine pfiffige Apparatur, die ein Verfolgerfahrer bedient wie ein Verfolger, jedoch ohne Scheinwerfer, sondern nur über einen Bügel, der die ähnliche Form eines Motorradlenkers hat. Dabei wird die Verfolgerbewegung am Lenker ausgeführt während die Bewegung über Sensoren zu DMX 512 Werte konvertiert werden, welche dann ein Movinglight steuern können. Das dabei eine Anpassung von Bedienhebel zum Movinglight erfolgen muss ist bei Betrachtung von Auflösung PAN Bedienstange und PAN Movinglight leicht nachvollziebar. Die Methode hat man den Vorteil, das das Movinglight zwar über der Bühne hängt, aber der Operator selbst auf der Bühne stehen kann. Befindet sich der Operator in der gleichen Flucht wie das Movinglight, so ist das ausrichten der Horizontalen Bewegung als eins zu eins empfindbar. Die vertikale Bewegung ist dabei auch recht gut umzusetzen. Somit wäre man in der Lage diese ungewünschten Arbeitsplätze oberhalb der Bühne zu ersetzen. Diese Mechanik ist aber auch geeignet, um bei Verfolgerpositionen im Theater bei sehr beengten Logen die Verfolgerfahrer genügen Raum zu bieten, da der bewegte Scheinwerfer selber woanders platziert werden kann.   



 




Werden Verfolger im Theater eingesetzt, so werden oft andere Anforderungen an das Arbeitsgerät gestellt, wie z.B. im Tourbereich. So spielt im Theater und hier ist damit auch Oper, Schauspiel, Sprechtheater oder Ballett gemeint, die Lautstärke von Verfolgerscheinwerfer eine sehr gewichtige Rolle. Oftmals sitzen diese Verfolger in unmittelbarer Nähe zum Zuschauer, und gerade beim  Sprechtheater ohne Verstärkung der Stimme ist ein kontinuierliches Lüftergeräusch sehr dem Kunstgenuss abträglich. Deshalb müssen Verfolger die für Theater eingesetzt werden sollen extrem leise Kühlsysteme aufweisen. Aber auch ein weiterer Trend ist zu beachten. Waren früher elektronische Vorschaltgeräte exorbitant teuer gegenüber elektromagnetischen Vorschaltgeräten, so hat sich der Preisunterschied sehr angeglichen. Es kommen heute Verfolger auf dem Markt, die auch aufgrund des Leuchtmittels nur noch mit elektronischen Vorschaltgeräten erhältlich sind. Aufgrund der konstanten Betriebsparameter hat das elektronische Vorschaltgerät durchaus seine Berechtigung, aber aufgrund der Flankensteilheit wird oft ein hohes Zirpen vom Leuchtmittel aus emittiert, oder die In reihe liegende Zündeinheit produziert mehr Geräusche, was in einem Theater sehr störend sein kann. Hier sollte man von der Kollegen der Studiotechnik die Ihrer Entladungslampen im Film und Fernseh mit Low Noise Funktionen bereits ausrüsten ein wenig übernehmen.

In einem Theater wir ein Zentraler Verfolger auch schon mal in die Lichtregie verbannt. Das ist zwar für den Zuschauer besser weil weniger Geräusche vom Verfolger zu Ihm dringen, aber für die Kollegen in der Lichtregie kann es sehr unangenehm werden. Denn je nach Leuchtmittel wird beim Betrieb auch Ozon freigesetzt, was in Großen Hallen oder Räumen sich gut verteilt, aber in einer kleinen Lichtregie doch zu größeren Konzentrationen führen kann. So sollte bei Verfolgerkabinen eine gute Entlüftung oder Abzug vorgesehen werden lange bevor sich die Angestellten über Kopfschmerzen oder ähnlichen beklagen.       

Einer der grundsätzlichen Vorgaben im Theater ist vor allem die Baugröße der Verfolgerscheinwerfer. Gerade die Traditionstheater wurden zu Zeiten gebaut als noch keine Verfolgeranwendung im Theater standfand. Dementsprechend sind keine Positionen für Verfolger vorgesehen und es werden Logen oder Ecken in den Rängen für die Positionierung der Verfolger umfunktioniert. Hier kämpft man wirklich um 5cm die man am Farbwechselsystem einsparen könnte. Auch hier haben gerade die Verfolgerfahrer in den rechten Logen den Wunsch von links bedienbaren Verfolgern. Auch werden die Vorschaltgeräte oftmals getrennt vom Verfolger selbst platziert. Und so ergibt sich dort der Wunsch, das bei möglicher DMX-Fernsteuerbarkeit nicht nur der Dimmer oder ein Frost in den Strahlengang mittels DMX 512 gefahren werden kann, sondern auch das Leuchtmittel gezündet oder gelöscht werden kann, so wie man es von hochwertigen Movinglights es auch kennt. Auch die Anforderung an das Dimmverhalten wird an einem erhöhten Theaterniveau gemessen. So gibt es z.B. DMX-steuerbare mechanische Dimmer, die von einem Drittanbieter wie z.B. Licht-Technik (Hagenbach und Grill) zur Nachrüstung angeboten werden und ein noch homogeneres Dimmen versprechen.  




 




Nicht alltäglicher Umbau

zum „optimalen“ Verfolger


1) Gewichtsausgleichschlitten

2) Hitzschutzblech

3) Ausrichthilfe Telrad

4) Skala für die Irisgröße

5) Austausch von  

   Aluminiumreflektor

    zum Glasreflektor

6) Versetzen der Bügelposition

7) Dimmereinheit

    von Hagenbach und Grill




 




Im Touring bzw. im Verleih spielt die Geräuschkulisse eines Verfolgers meist keine Rolle. Auch ist die Baugröße meist völlig ohne Bedeutung, vorausgesetzt man kann das Gerät gut greifen, um es mal eine steile Treppe hoch zu tragen. Dagegen spielt hier das Leuchtmittel eine größere Rolle. Es wird vom Verfolger viel Licht verlangt. Sehr viel Licht. So finden dementsprechend kaum Halogenlampen bestückte Verfolger Einsatz, sondern hauptsächlich Entladungslampen. Und aus der Gruppe der Entladungslampe sind auch Verfolger auf dem Markt die Xenon-Leuchtmittel verwenden. Bei all den Vorteilen die ein Xenonleuchtmittel aufweist, ist für den Tourbetrieb dieses Leuchtmittel immer nur mit vermehrtem Aufwand zu handhaben. Denn aufgrund des hohen Innendrucks des Leuchtmittels auch im kalten Zustand, wird empfohlen das zweiseitig gesockelte Leuchtmittel zum Transport aus dem Scheinwerfer zu entnehmen und separat zu transportieren. Die Handhabung des Leuchtmittel muss jedoch unter Anlegen von Schutzweste, Handschuhen und Schutzvisier erfolgen.




 




Mit dem Abbasong „Super Trouper“ wurde ein Verfolgerscheinwerfer unsterblich. Bei diesem frühen Verfolger wurde das Licht mittel Lichtbogen zwischen zwei  Kohlestifte erzeugt. Hier musste der Verfolgerfahrer auch den Abbrand der Kohleelkektroden im Auge behalten, deshalb das Sichtfenster mit dem Schweißerglas das die Betrachtung in die Brennkammer erlaubt, und gegebenenfalls den Vortrieb nachstellen.      




 




Jeder Verfolgerfahrer kennt das Problem. Blackout, die Künstler stellen sich in neuer Formation auf die Bühne und mit dem „Go“ soll der Künstler im vollen Verfolgerlicht stehen. Erfolgt diese Anweisung in einem Theaterspielbetrieb oder ähnlichen Veranstaltungen mit  disziplinierten Künstlern die Ihre Position gemäß der Markierung einnehmen sowie bei vollständigem Black oder auch geschlossenen Vorhang, dann behilft man sich mit dem Ausrichten des Verfolgers, indem man einen kleinen Taschenlaser an den Tubus des Verfolgers klebt. Dieser Laser leuchtet aber nicht auf die Bühne, was ja zu sehen wäre, sondern auf den Boden der Lichtregie bzw. dem Verfolgerstand. Auf dem Boden ist eine Pappe ausgelegt und genau positioniert. Auf dieser Pappe befinden sich Markierungen die der Verfolgerfahrer in den Proben angelegt hat. Richtet er nun den Verfolger bzw. den Laserstrahl auf die Markierung „4 – Walküre 2. Akt dritter Vorhang“, dann ist der Verfolger auch genau auf die Position der Walküre auf der Bühne gerichtet – Dimmer auf und die Walküre steht im Licht. Jedoch funktioniert diese Methode nur bei festen Positionen. Im Rock n` Roll jedoch hält sich kaum ein Künstler an feste Positionen. Hier behilft man sich oft, indem man die Iris so klein macht, das nur ein sehr dünner feinen Lichtstrahl auf die Bühne fällt, der den gebannten Zuschauer nicht weiter auffällt, jedoch dem Verfolgerfahrer anzeigt wohin er leuchtet. Ist der Künstler eingefangen, so wird dann die Iris aufgefahren. Für diese Methode ist es aber notwendig, dass die Iris des Verfolgers eine so feine Öffnung des Lichtstrahlers überhaupt erlaubt. Die meisten Irisen von Verfolgern bleiben ein wenig geöffnet und erlauben keinen Black-Out, denn die gesamte Lichtenergie fällt dann auf die feinen Lammellen der Iris und erwärmt das Material bis zum Glühen, je nachdem in welcher Leistungsklasse man arbeitet und wie ungünstig die Anordnung der Iris in der Abbildungsebene im Bezug zur Lampenhausoptik steht. Somit ist die Iris ein verschleißbehaftetes Bauelement in einem Verfolger die durch die defiziele Mechanik die sehr empfindlich auf Verwerfungen der Lamellen reagiert. Solide Verfolger führen dementsprechend die Iris als Schnell-Wechselmodul aus. Damit eine Iris auch einen Black out über eine längere Zeit standhält, gibt es aus 100% vollständig schließende Irise, welche zum Schutz vor der Wärmebelastung der Lamellen, massive Hitzeschilder in den Strahlengang fahren. Somit kann ein langer Blackout gehalten werden ohne das anschließend die Iris klemmt. Mit solch einer Iris kann man natürlich auch einen sehr feinen Lichtpunkt zur Orientierung auf die Bühnen werfen.   





 




Übliche Iris erlaubt keinen Black out, sondern bleibt in der kleinsten  Stellung geöffnet.

100% schließende Iris mit Hitzeschutzschildern in Schnellwechselkassete. (Quelle: 1)

Erlaubt der Lichtdesigner jedoch nicht, das klitzekleine Lichtpunkte über die Bühne huschen, um den Künstler aufzunehmen, gibt es natürlich auch das altbewährte Kimme und Korn System. Anstatt Kimme und Korn kann man aber auch modernere Hilfsmittel wie z.B. ein Head Up Display verwenden. Dabei wird ein Fadenkreutz auf ein Glas Projiziert. Man kann nun durch das Glas die Bühne bzw. den Künstler erspähen und sieht gleichzeitig das Fadenkreutz, ohne das das Sichtfeld irgendwie abgeschattet wird. Als Kimme und Korn Ersatz in Ausführung als HUD hat sich bei vielen Verfolgerfahrern der Telrad durchgesetzt. Der Telrad ist als Aufsuchhilfe für die Astronomie bei Fernrohren entwickelt worden, ist aber für unsere Zwecke Ideal. Weitere Informationen zum Telrad findet man   





 




unter http://www.teleskop-service.de/Selbstbau/Sucher/Telrad/Telrad.htm.


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