Scheinwerfer in Aktion Wissenstransfer Veranstaltungstechnik
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Plasma Metalhalo Na Hochdr. Na Niederdr. Leuchtstoff Neon Xenon Zündgeräte
Festkörper Entladungsl. Mischlicht Farbwieder. UV-Strahlung Lif.-Ansi-Code Abk.

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Zündgeräte

Warum Zündgeräte? Im kalten Zustand ist die Entladungslampe ein guter Isolator. Das Anlegen einer Betriebsspannung ohne voriges Zünden hat keine Wirkung. Es muss eine Gasstrecke zwischen den Elektroden erst einmal ionisiert werden. Dazu verwendet man eine sehr hohe Spannung, damit über die zwei gegenüber liegenden Elektroden erst einmal ein Überschlag entsteht. Dies wird mit einem Zündgerät bewerkstelligt. Damit nun der Strom durch den niederohmigen Kanal nicht extrem ansteigt muss er begrenzt werden. Das übernimmt der Ballast bzw. die Drossel. Wurde das Leuchtmittel gezündet, so benötigt es noch einige Zeit, bis es seine Betriebstemperatur erreicht hat. Diese Anlaufzeit kann einige Minuten dauern, dabei kann sich die Lichtfarbe und die Intensität sich sprungweise verändern, so das ein Betrieb dieses Leuchtmittels zum Zwecke des Ausleuchtens erst nach dieser Zeit erfolgen kann. Der Prozess des Anlaufens ist sehr kritisch und birgt Gefahren für das Leuchtmittel. Einmal darf der Anlaufstrom nicht zu hoch werden, da sonst die eingeschmolzenen Stromzuführungen des Leuchtmittels überhitzt werden, aber auch nicht zu klein sein, da ansonst bei niedrigen Umgebungstemperaturen der Anlaufvorgang nicht sicher ist. In der Anlaufphase dürfen die Grenzwerte der Ströme auch bei Nennspannungsschwankungen von +- 10% nicht die Grenzwerte überschreiten. Bleibt aber festzuhalten, das der Anlaufstrom größer als der Dauerbetriebsstrom ist aber nach einigen Minuten auf den normalen Lampenstrom zurückgeht.       

Überlagerungs-prinzip

Die aus dem Haushalt bekannten Starter für Leuchtstofflampen erreichen nur Werte um die 1 bis 1,5 kV und sind bei den Halogenmetalldampflampen nicht ausreichend. Damit der Überschlag beim Zünden in eine stabile Bogenentladung übergehen kann, muss die Zündspannung genügend hoch sein und genügend Energie enthalten. Der Strom von Vorschaltgerät muss dann sehr schnell verfügbar sein sowie eine ausreichende Leerlaufspannung des Vorschaltgerätes liefern. Um die Zündspannung in den Betriebsstromkreis einzukoppeln wird meist das Überlagerungsprinzip angewendet, wobei die Zündspannungsübertragungstransformator in Reihe zu Lampe liegt. Die Zündspannungsimpulse werden von einem Impulsgenerator erzeugt. Bei Zündgeräte die nur kalte Leuchtmittel zünden müssen, können die Impulse auch mit wartungsfreien Halbleiterschaltern realisiert werden. Um einen Entladungskanal zwischen den Elektroden des Leuchtmittels zu öffnen, damit der niederfrequente Betriebsspannungbogen möglich wird, werden je nach Leuchtmitteltyp eine bestimmte Mindestanzahl von Druchschlagsfunken pro Netzhalbwelle benötigt. Sinnigerweise erfolgen die Zündfunken bei ansteigender Netzspannung. Ist die Zündung erfolgt, sollte das Zünden abgeschaltet werden. Ca. 0,5 – 2 Sekunden sind für die Zündung sinnvoll, bei längeren Zünden besteht die Gefahr der Schädigung der Elektroden. Blitzt also das Leuchtmittel beim Zündvorgang auf, aber erlischt es sofort, dann reicht zwar die Zündspannung aus, aber die vorhandene Energie ist zu klein damit das Vorschaltgerät für die Aufrechterhaltung der Ladung sorgen kann. Es könnte aber auch sein das das VG nicht den erforderlichen Strom bereitstellen kann.


Grundsätzlich kann man Zündgeräte in zwei Gruppen aufteilen. Einmal die Zündgeräte die nur eine niedrige Zündspannung ca. 5KV erzeugen können und damit nur Leuchtmittel zünden können, die sich im kalten Ursprungszustand befinden, oder solche Zündgeräte die in der Lage sind eine sehr hohe Zündspannung ca. 20 bis maximal 70 KV zu erzeugen, um auch Leuchtmittel im heißen Zustand, also mit sehr hohen Innendruck bzw. der höheren Isolationseigenschaften der gasförmigen Füllstoffen, erneut zu zünden. Nach ca. 15 Sekunden nach Abschalten eines Leuchtmittels wird die höchste Zündspannung benötigt um das Leuchtmittel wieder heiß zu zünden. Allgemein ist nach 10 bis 90 Sekunden das Widerheißzünden sehr kritisch. Es kann zu sogenannten Zündlöchern kommen in dem das Leuchtmittel gar nicht mehr zündet. Ursache sind Kondensationen der Füllungskomponenten auf den Elektroden oder Kolbenwand und den entsprechenden Partialdrücken. Für die Zündung ist aber nicht nur die Höhe der Spannung, sondern auch die Frequenz der Zündspannung ausschlaggebend. Für kalte Lampen, also bei den normalen Zündgeräten, reicht eine Zündspannung mit einer kHz-Schwingung. Um Leuchtmittel im warmen Zustand, also mit hohen Innendrücken zu zünden, wird dagegen eine Zündspannung im MHz-Bereich notwendig. Zündgeräte die ja im MHz Bereich arbeiten verschleißen, da diese zur Erzeugung der Zündspannung keine verschleißfreie Halbleiterschalter einsetzen können sondern  Funkenstrecken einsetzen müssen, deren Elektroden leider auch verschleißen. So ist es notwendig, diese Funkenstrecken von Zeit zu Zeit neu zu justieren.

Dagegen können die im kHz-bereich arbeitenden Zündgeräte mit geringerer Zündspannung für die „nur“ kalten Leuchtmittel mit Halbleiterbauelementen realisiert werden. Bei diesen hohen Spannungen kann man, trotz den professionellen Einsatz von Scheinwerfern, die Forderung der VBG bzw. detaillierter der EN 60598 Erläuterung zu 17.6.1 Berührungsschutz verstehen, dass bei Us / 4,6 größer als 1000V mit Us = Scheitelwert der Zündspannung, der Scheinwerfer nur unter Zuhilfenahme von Werkzeug zu öffnen ist, oder beim öffnen eine Schaltvorrichtung automatisch allpolig vom Netz trennt. Denn bei diesen Spannungen muss man nicht erst einen Pol an der Fassung berühren, sondern allein die Nähe der Hand reicht aus, dass ein Überschlag zum Körper hin erfolgen kann.

Die erzeugte Zündspannung wird dann mit Hilfe eines Überlagerungstransformator auf die erforderliche Stoßspannung noch transformiert und gleichzeitig der niederfrequente Lampenversorgungsspannung überlagert. Dabei gibt es asymmetrische und symmetrische Transformatoren. Bei einer symmetrischen Übertragung liegt zur Erde nur die halbe Zündspannung an, was natürlich die Isolation bzw. die Mindestabstände im Lampenhaus kleiner werden lässt. Die Zündeigenschaften von einseitig gesockelten Leuchtmitteln ist polungsabhängig. Zu optimalen Zündung muss bei den einseitig gesockelten Leuchtmitteln in Kombination mit asymmetrischen Zündgeräten die Hochspannung an der kürzeren Stromzuführung zum Brenner angeschlossen werden. Das sollte man beim Service nach einem Austausch des Zündgerätes beachten.  

Jede Zündung kostet etwas Lebensdauer vom Leuchtmittel. Dabei kostet die Zündung von Heißen Leuchtmitteln weniger Lebensdauer als die Zündung von kalten Leuchtmittel, da der hohe Anlaufstrom die Molybdänfolien und Elektroden stark belasten. Deshalb sollte man Entladungslampen nur bei längeren Pausen ausschalten. Dabei ist eine Pausenzeit von 30 Minuten bei 575W Leuchtmitteln, 1 Stunde bei bis zu 4KW Leuchtmitteln und 1,5 Stunden bei über 4KW Leuchtmittel ein Richtwert. Ein Ausschalten während der Anlaufphase sollte grundsätzlich vermieden werden, denn die seltenen Erden können sich dann als dunkler undurchsichtbarer Belag am Glaskolben absetzen was das erneute zünden des Leuchtmittels sehr erschwert bis unmöglich machen kann. Die Lampenlebensdauer wird aber auf jedenfall minimiert.  

Die Kapazität CB ist nicht als ein Bauteil wie ein Kondensator vorhanden, sondern bildet sich aus den Zuleitungen, den Sockelstiften  bzw. den Elektroden des Leuchtmittels. Diese Kapazität belastet bereits das Zündgerät. Ein Scheinwerferhersteller hat die Leitungskapazitäten minimiert, indem er das Zündgerät in zwei Baugruppen unterteilt hat. Dabei ist der letzte Hochspannungsteilmodul zusammen mit dem Leuchtmittel auf den gleichen Schlitten montiert. Dadurch wird erreicht, das die Kabel zum Leuchtmittel sehr kurz gehalten werden können. Dann werden die Kabel auch nicht bewegt als wenn der Schlitten zum fokussieren verfahren wird und das Zündgerät im Boden des Scheinwerfers gelagert ist. Und Hochspannungskabel ist sehr empfänglich bei mechanischer Belastung die Durchschlagsfestigkeit zu verlieren. Getopt wird dann nur noch die Möglichkeit 2,5KW und 4KW Leuchtmittel einzusetzen, wobei bei der Sockelhöhenverstellung ein Schalter dem Vorschaltgerät signalisiert welcher Leuchtmitteltyp Anwendung eingesetzt wird.

Der Kondensator C1 wiederum soll die hochfrequente Stoßspannung vom Stromversorgungsgerät fernhalten. Damit C1 wirksam arbeiten kann, muss er für Hochfrequenzen geeignet sein und groß gegenüber CB sein. Der Zündhilfskondensator CZH soll das Leuchtmittel praktisch verzögerungsfrei mit Strom versorgen können, damit beim langsam ansteigenden Strom der 50 Hz Versorgungsspannung  dennoch der Lichtbogen aufrecht gehalten werden kann. In einigen Fällen wird der Zündhilfskondensator so groß gewählt, dass mehr als die normale Lampenleistung entsteht. In diesen Fällen ist eine Elektromechanische Abschaltung mittels Relais erforderlich, die diese Kapazität nur zum Zünden dazuschaltet und danach aus dem Stromkreis wieder herausnimmt, so das das Leuchtmittel nur mit der Nennleistung arbeiten muss.


Zur Strombegrenzung kann man hervorragend eine Induktivität einsetzen. Diese Induktivität wird in Reihe geschaltet und auch Drossel genannt. Ein Hauptaugenmerk der Drossel ist ihr hohes Gewicht durch die verwendete Kupferspule und den Magnetkern aus Eisen. Dafür ist das Bauteil sehr robust und preisgünstig. Jedoch kann die Drossel auch zu Problemen führen, denn es ist möglich das kurzeitig beim Lampenstart oder über längeren Zeitraum gegen Lebensende des Leuchtmittels die Emissionseigenschaft der beiden Elektroden des Leuchtmittels unterschiedlich sind und dann wie ein Gleichrichter funktionieren. Damit entsteht Gleichstrom, der nicht durch die di/dt Wirkung der Drossel begrenzt wird, und somit ein zu hoher Strom entsteht der Leuchtmittel oder falls das Leuchtmittel standhält sogar die Drossel zerstören kann. Deshalb sollte auch eine Drossel gegen Überstrom oder zumindest Übertemperatur geschützt sein was auch in der IEC 598 gefordert wird. Der Gleichrichteffekt wird in der Regel vom Anwender nicht registriert. Er kann nur darauf achten das Schmorstellen oder Verzunderung an den Kontakten einen Hinweiß auf zu hohen Strom wegen Gleichstrom sein könnte. Ein neues Leuchtmittel wird bei Einsatz an verzunderten Kontaken ebenfalls eine kurze Lebensdauer aufweisen. Es gibt zwar flickerfreie DC-Vorschaltgeräte, aber der Betrieb an Halogenmetalldampflampen ist nicht ratsam, da der Gleichstrom nur die Anoden-elektrode sehr stark angegreift und inhomogene Verteilung im Kolben stattfinden was nicht dem Leuchtmittel zuträglich ist. Man betrachte z.B. den Elektrodenaufbau von Gleichstrombetriebenen Xenon Leuchtmitteln. Mit dem unter den vorher besprochenen Eigenarten der Entladungslampe wird deutlich, wie sehr das Leuchtmittel von einer guten Versorgungsspannung abhängt. Deshalb ist es auch wichtig bei Scheinwerfer mit konventionellen Vorschaltgeräten die dabei oftmals angebotene Spannungsbereichumschaltung für die verschiedenen Versorgungsspannungsbereich zu nutzen und nicht einfach den höchstmöglichen Wert zu nutzen mit der Annahme, das bei niedrigerer Spannung dann auch kein Schaden am Gerät entstehen könnte.

Sollen mehrere Scheinwerfer mit Entladungslampe und einem konventionellen Vorschaltgerät  an eine Phase bzw. an übliche Schukosteckdose angeschlossen werden, fällt oft die Sicherung, obwohl die Lampenleistung zusammenaddiert eigentlich noch viel „Luft“ zur Obergrenze hin, aufzeigt. Jedoch die Induktion der Drossel erzeugt auch einen Blindstrom und somit wird die Scheinleistung erheblich höher. Man merke sich dass oft die Wirkleistung des Leuchtmittels angegeben wird und man so von einem 1.200 W Scheinwerfer spricht. Jedoch die Scheinleistung mit der das Gerät die Leitungen und auch die Sicherung belastet ist dann mal locker 1.900 VA (Volt Ampere, da die Scheinleistung sich aus der Messung bzw. der Multiplikation der Werte des Voltmeter und Ampermeter ergibt) beträgt. Diesen Blindstrom kann man natürlich auch mit einem Energiespeicher, der der Spule entgegenwirkt, begegnen. Somit beinhalten Geräte mit PFC (Power Factor Correked) einen Kompensationskondensator, der den Cos Phi wieder in Richtung Eins verschiebt. Somit lassen sich dann z.B. zwei 575W Scheinwerfer dauerhaft an eine mit 10A abgesicherte Haushaltssteckdose betreiben bzw. ein 2500W Strahler benötigt dann nicht zwingenderweise einen 25A Blauen CEE Steckverbinder. Auch der kurzfristig höhere Anlaufstrom der in der Regel von der 10A Sicherung gehalten wird. Jedoch der Einschaltstromstoß der Kompensationskapazität kann zur Auslösung von Sicherungsautomaten, insbesondere solche mit H-Auslösecharakteristik führen, da die Kurzschlussschnellauslösung bereits beim 2,5 fachen Nennstrom nach 10ms ansprechen kann.  

Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) sind zwar erheblich teurer als konventionelle Drosseln, warten aber mit einer Reihe von drastischen Vorteilen auf, wobei die Gewichtsersparnis noch der kleinste Vorteil ist.  Ein elektronisches Vorschaltgerät arbeitet dabei ähnlich wie Frequenzumformer um das Drehfeld von Motoren in der Drehzahl zu verändern. Betrachtet man sich das Prinzipschaltbild, so wird im Abschnitt A die 50Hz Netzspannung mit einem Gleichrichter zu einer Gleichspannung umgeformt. Im Abschnitt B wird diese Gleichspannung noch mal gepuffert, damit zu jedem Zeitpunkt genügend Energie, sprich Strom zur Verfügung steht. Im Nächsten Abschnitt C folgt ein Abwärtswandler, der für die Regelung des Stroms zuständig ist. Aus Übersichtsgründen ist hier keine Regelelektonik oder Filtertechnik abgebildet. Aber gerade die Steuerungsmöglichkeiten für die Ausgangsspannung sind die großen Vorteile des EVGs, so das mit Ihnen bestimmte Anwendungen wie flickerfreie High Speed Aufnahmen überhaupt erst möglich werden. Die Regelung taktet im oberen kHz-Bereich, was aber nicht bedeutet das die generierte Ausgangsspannung ebenso schnell wechselt. Denn die abgegebene  rechteckförmige Wechselspannung wird dann meist mit 50, 60 oder 100, 200Hz abgegeben. Gemeint ist das die zur Leistungssteuerung benötigte Taktung. Dadurch entsteht eine Welligkeit der Ausgangsspannung. Ist die Welligkeit durch eine langsame kHz Taktung oder schlechter Dimensionierung zu groß, dann erscheint auch das Brennen des Leuchtmittels unruhig. Durch die Regelung eines EVGs  ist es aber auch möglich den Gleichstromanteil zu steuern. Und wie wir bereits erfahren haben darf der Gleichstromanteil eine bestimmte Größe nicht überschreiten, da ansonsten beim Leuchtmittel eine Einseitige Elektrondenbelastung und eine Entmischung der Füllungskomponenten im Entladungsgefäß stattfindet. Im letzen Abschnitt D erfolgt dann die Wiederherstellung einer Wechselspannung typischer weise mit einer H-Brücke. Je nachdem welche Leistungshalbleiter gerade durchgesteuert werden, erfolgt die Spannung Positiv oder negativ am Ausgang. Da hiermit die Betriebsspannung für das Leuchtmittel neu generiert wird, ist man natürlich frei in der Gestaltung der neuen Ausgangsspannungsform. So wird auch ein Polaritätswechsel so kurz wie möglich gehalten wird, um die Kommutierungszeit so klein wie möglich zu halten, wobei auch zu achten ist das für die Erzeugung eines schnellen Stromwechsel ein nicht zu großes Überschwingen die Folge ist, was ebenfalls vermieden werden muss. Aber durch diese schnelle Kommutierungszeit wird der Flickerfreie Betrieb erst möglich. Somit geben EVGs in weiten Bereich unabhängig von der Eingangsspannung immer die richtige Betriebsspannung bzw. Betriebsstrom für das Leuchtmittel ab und sorgen auch bei Schwankung der Netzspannung für stabiles und gleich helles Licht. Auch die Strombegrenzung wird durch die Regelelektronik zu einer Leistungsregelung. Somit werden auch bei widrigen Versorgungsspannungen immer die optimalen Betriebsparameter des Leuchtmittels eingehalten, was mit einer langen Lebensdauer und hoher Zuverlässigkeit quittiert wird. Aber durch die Steuerung ist es auch möglich das hochlaufen des Leuchtmittel optimal zu gestalten, so das in der Hochlaufphase der benötigt höhere Strom geliefert wird, aber auch eine Zwangskühlung steuern kann oder in ein Boostbetrieb umgeschaltet wird. Auch ist der Wirkungsgrad höher als bei konventionellen Vorschaltgerät, dazu aber mehr unter Flickerfrei.

Ein Vergleich der Betriebsgrößen zeigt deutlich die Unterschiede von EVG und KVG. Betrachten wir uns zunächst das KVG, so können wir deutlich erkennen wie der Strom einen Sinusverlauf vollzieht, während die Spannung mehr rechteckförmig erscheint. Dadurch erhalten wir eine Pulsierende Leistung die nach RMS 1000W beträgt. In dieser Konfiguration würde das für das Leuchtmittel eine 10-20% geringere Lebensdauer bedeuten. Weiterhin kann man nun an der zweiten Zeile deutlich das Schwanken des Luxmeter erkennen was natürlich den Flickereffekt ausmacht. Und zu guter letzt erkennt man in der vierten Zeile eine hohe Stromwelligkeit. Das Nächste Bild zeigt dann die Zeit für das Hochlaufen des Leuchtmittels und benötigt hier mit dem KVG 100 Sekunden.

1. Zeile – Blau: Spannung am Leuchtmittel, Rot: Strom

2. Zeile – Kaki: Werte des Luxmeter

3. Zeile – Gelb: Leistung RMS

4. Zeile – Grün: Welligkeit des Stroms

Beim Elektronischen Vorschaltgerät erkennen wir sofort, das die Ausgangspannung und Strom viel schneller oszillieren, hier mit 170 Hz. Jetzt ist nicht nur die Spannung rechteckförmig und das noch ohne Überschwinger, sondern der Strom Phasengleich auch. Spannung mal Strom ist die Leistung, und so wird klar, das die Leistung des am Leuchtmittel kaum noch pulsiert. Und das Luxmeter bestätigt den Effekt. Die Beleuchtungsstärke ist fast gleich bleibend und ist um 19% stärker als beim konventionellen Vorschaltgerät. Durch die Regelung bleibt der Leuchtmittelstrom Konstant auch wenn die Betriebsspannung sich verändert. Die Hochlaufzeit des Leuchtmittel beträgt nun nur noch 60 Sekunden.


1. Zeile – Blau: Spannung am Leuchtmittel, Rot: Strom

2. Zeile – Kaki: Werte des Luxmeter

3. Zeile – Gelb: Leistung RMS

4. Zeile – Grün: Welligkeit des Stroms

Ein weiteres Phänomen kann man an den Elektroden des Leuchtmittels betrachten. Während beim Betrieb mit EVG die Elektroden abbrennen, führt der Betrieb mit KVG zu einer Elektroden Aufwachsung, denn durch die größeren Pausen bei dem Sinusstrom kann sich dort wieder Metall ansiedeln, während beim Rechteckstrom des EVGs die Elektroden Ihr emittiertes Material verloren bleibt. Ein größerer Elektrodenabstand hat zur Folge, das irgendwann das Leuchtmittel nicht mehr zünden kann. Jedoch sollte man den größer werdenden Elektrodenabstand des Normalbetriebs nicht mit dem Elektroden Abbrand wegen Überstrom verwechseln. Dort sind sichtbare Schmelzkugeln auf einer oder beiden Elektroden zu sehen, die durch Überbelastung oder zu langen Gleichstrombetrieb entstehen.  


Der Betrieb einer Metalldampflampe mit einer Drossel als Ballast (KVG) hat ein 70-80% pulsierendes Licht zur Folge, wie wir soeben eindrucksvoll anhand der Osziloskopbilder sehen konnten. Zeitsynchron mit der Stromumpolung der Netzfrequenzverlöschen die Leuchtmittel fast vollständig.

Wie wir bereits lesen konnten, erzeugt das EVG eine Rechteckspannung. Diese Rechteckspannung liegt nun am Leuchtmittel an. Der Vorteil der Rechteckspannung zur Sinusspannung ist, dass die Übergänge von 100% positiver Spannung zu 100% negativer Spannung sehr kurz um die 10µsek sind gegenüber der der Sinusspannung. Unsere Augen sind träge und sehen den Unterschied zwischen Konventionellen und elektronischen Vorschaltgerät nicht, aber elektronische Abtastgeräte oder das periodische öffnen des Verschlusses einer Filmkamera haben die Eigenschaft immer eine Momentaufnahme, wie ein Blitzlicht, aufzunehmen sprich abzutasten. Wenn nun die Frequenz der Abtastung z.B. genau auf den 80% Wert der ansteigenden Sinusspannung zu liegen kommt, dann ist das aufgenommene Bild nur 80% so hell, obwohl der Scheinwerfer 100% Eingeschaltet ist. Irgendwann verschieben sich die Fenster der Abtastung durch die Tolleranzen der Bauelemente, und kommt dann z.B. bei 100% Licht oder 40% Licht zum liegen. Die Folge dieser Schwebungen sind fickernde, flackernde oder blinkende Lichtverhältnisse. Man kann trotzdem Konventionelle Vorschaltgeräte verwenden, wenn die Filmkameras mit ihrer Bildfrequenz synchronisiert werden und der Sektorenwinkel der Umlaufblende richtig eingestellt wird.



Nun hat aber die kurze Kommutierungszeit, was sehr gewünscht ist um eine flickerfreie Aufnahmesequenz zu erhalten, einen Nachteil. Die Stromflanken sind sehr steil. Und wie wir aus der Grundlagenserie Dimmer her noch kennen sind schnelle Stromanstieg verantwortlich für ein Singen der Lampen und ein summen der Spulen, also überall wo Leitungen aufgrund des schnellen Wechsels mit dem dadurch resultierenden starken Magnetfeld durch das abstoßen oder anziehen sich mechanische Bewegungen bilden, die wiederum Druckschwankungen der Luft zu folge haben, was wir als Schallereignis wahrnehmen. Kurz das EVG mit seinem Flickerfreien Bild verursacht ein Pfeifen und Summen, viel stärker als das von konventionellen Vorschaltgeräten. Werden dann noch Spulen eingesetzt die nicht richtig vergossen sind, oder deren Windungen nur locker aufeinander sitzen, so kann z.B. auch die Spule in der Zündeinheit für erhebliche Geräusche sorgen, da z.B. die Einkoppelspule des Zündgerätes sich kontinuierlich im Leuchtmittelstromkreis befindet. Man findet zwar manchmal Relais, die nach erfolgter Zündung Ihren Zustand wechseln, jedoch haben Sie die Aufgabe die Versorgungsspannung vom Zündgenerator abzuschalten oder einen zusätzlichen Zündkondensator zu- bzw. wegzunehmen. Benötigt man also mehr ruhe am Set, so ist mit der Steuerungselektronik am EVG ein Kompromiss zu schalten, indem die Kommutierungszeit, also der Wechsel von Positiver zur negativen Halbwelle länger gewählt wird. Damit ist die Stromflanke nicht mehr so steil, was ein kleineres di/dt bedeutet und somit weniger zum Schwingen gerät. Jedoch auch die Geräusche des Leuchtmittels selber kann man durch wechseln des Leuchtmittels selber begegnen, denn je nach Geometrie des Brenners kann sich die Geräuschemmision auch verändern und einige Hersteller haben Ihre Leuchtmittel darauf getrimmt. Auch ist ein deutlicher Unterschied zwischen einseitig gesockelten und zweiseitig gesockelten Leuchtmitteln zu hören.       



Mit EVGs lassen sich die Entladungslampen zumindest im oberen Drittel dimmen. Wenn geedimmt wird, dann sinkt die Betriebstemperatur und dadurch Kondensieren einige Stoffe und die Betriebsparameter werden verändert. Gerade die Stoffe die für das rote Licht zuständig sind kondensieren zuerst, so das die Farbtemperratur des Leuchtmittels steigt, im Gegensatz zum Halogenleuchtmittel. Damit ist auch die Farbwiedergabe schlechter, und eine Lebensdauerverlängerung wie bei dem Halogenleuchtmittel gibt es auch nicht. Eine Metalldampflampe arbeitet am Besten innerhalb der Normparameter. Dimmt man zu weit, dann erlischt die Lampe.

Deshalb ist auch beim eingeschränkten Dimmen darauf zu achten, das das Dimmen nur zeitlich begrenzt erfolgt und dann auch wieder unter Vollast gefahren wird, damit eine Erholung der zum stocken gekommenen Prozesse erfolgen kann. Im Gegensatz zu Wolframfaden-Leuchtmitteln kann bei Entladungslampen bei eingeschränkten Dimmbereich erheblich die Lebensdauer des Leuchtmittels leiden und Schwärzung des Kolbens oder Elektrodenkorrosion auftreten. Noch wichtiger ist das das Leuchtmittel immer bei Volllast gestartet wird, damit zumindest in der Hochlaufzeit die Prozesse in Ihren Normalbereich hineingefahren werden können. Eine Dimmeinstellung sollte also nie beim Starten anliegen und erst nach der Anlaufphase frühestens begonnen werden. Aus diesem Grund lehnen in der Regel Leuchtmittelhersteller eine Gewährleistung bei Dimmbetrieb für die Lebensdauer ab. Was Für Halogen Wolfram Leuchtmittel gilt, ist bei der Entladungslampe leider nicht der Fall, denn die Lebensdauer des Entladungsleuchtmittel leidet unter den Dimmvorgang und erhöht auf keinen Fall die Lebensdauer. Aus diesem Grund ist das mechanische Dimmen von Entladungslampen immer noch die erste Wahl.    




Quellen:

  (1) Osram

 (2) Lightpower

 (3) DTS

 (4) Philips




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