Scheinwerfer in Aktion Wissenstransfer Veranstaltungstechnik
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Kohlefaden Wolframfaden Halogen LED LED-Allgebr. O-LED Luminizenz
Festkörper Entladungsl. Mischlicht Farbwieder. UV-Strahlung Lif.-Ansi-Code Abk.

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LED

Ein Black Out mit 0 Sekunden Überblendung mit LED-Strahlern ist ein wirkliches plötzliches Black out im absoluten Dunkel, denn  Halogenlicht glimmt immer ein wenig nach da die Wendel sich abkühlen muss. Darüber hinaus ist auch ein Dimmen ohne Änderung der Farbtemperatur für weisse LEDs weitgehenst selbstverständlich, während Halogenlampen sich an der Plankschen Farbtemperaturkurve beim Dimmen in Richtung Rot bewegen.

Wurde am Anfang eine mittlere Lebensdauer von 100.000 Stunden angegeben, was für Standard LEDs durchaus zutrifft, sind die in unserer Branche verwendeten Leistungs-LEDs dagegen meist mit 25.000 Stunden angegeben. Die endliche Lebensdauer wird durch die Degeneration des Siliziumkristals hervorgerufen, die aber allmählich abläuft. Im Gegensatz zu den Glaskolben umhüllten Leuchtmitteln, die mit Wedel- oder Glas-Bruch plötzlich ausfallen, verliert die LED kontinuierlich ihre Intensität. Immerhin bedeuten ca. 25.000 mittlere Betriebsstunden 2 2/3 Jahre ununterbrochene Lichtleistung. Bei einem reellen Einsatz in der Veranstaltungsbranche sind dies bei 5 Stunden am Tag noch ca. 14 Jahre. Wohlgemerkt bedeutet das bei LEDs, dass sie nun nur noch die Hälfte ihrer Lichtenergie aussenden und nicht wie bei konventionellen Leuchtmitteln einen Totalausfall erleiden. So gesehen leuchten LEDs unendlich lange, eben nur nicht mehr so hell wie am Anfang. Jedoch wenn man genaue Farbwiedergabe benötigt, bei RGB basierenden Systemen, dann wird man in der Praxis oft eine Überraschung erleben. Dann leuchten z.B einige mit viel mehr rotstich als die dazugemieteten. Warum? Weil die zugemieteten vielleich drei Wochen ein Gebäude blau anstrahlen mussten und damit an Intensität verloren haben, da der Hersteller die LED bei Vollast betreibt, und nicht für optimale Kühlung gesorgt hat. Die Degeneration des Blau reicht dann aus schon innerhalb so kurzer Zeit für Farbverschiebungen zu sorgen, und schlecht wenn keine Kompensation möglich ist.

Durch die Robustheit und extrem lange Lebensdauer gepaart mit der geringer Wärme, UV- und vor allem IR- Emission sowie der geringen und flexiblen Baugrösse, ist die LED in ihren Einsatzgebieten und ihrer Rentabilität unschlagbar.


Werden weisses Licht und ein hoher Farbwiedergabeindex benötigt, wird extrem viel Lumen zur Ausleuchtung verlangt, haben konventionelle Leuchtmittel nicht nur den Preisvorteil auf ihrer Seite, sondern Punkten mit guten Farbwiedergabeindex sowie die Entladungslampe mit einem hohen Wirkungsgrad bei abnehmen Weisston.


Aufgrund der geringen Bautiefe, Gewicht und Flexibilität bieten sich für die Gestaltung von vielfältigen Lichtanwendung LED-Module an. Verkettete LED-Module, deren Verbindungen untereinander nur aus den Zuleitungen bestehen, sind flexibel wie konventionelle Kleinstleucht-mittel, haben aber keine Temperaturprobleme. Strips zur Kantenbeleuchtung, wie sie gerne bei Treppen oder Fluchtwegen eingesetzt werden, sind extrem leicht zu handhaben und benötigen auch kein Auswechseln der schwer zugänglichen Leuchtkörper. Noch universaler sind z. B. flexible Leiterplattenstreifen mit integrierten LEDs. Damit werden bewegliche und räumliche Leucht-Gestaltungen möglich. Dabei kann das ca. 9 m lange "LED-Lichtband" nach Wunsch in einzelne Module zerschnitten werden. Mit dem bereits angebrachten Klebeband auf der Rückseite sind so schnell Design-Ergebnisse zu erzielen.  

Der VPT (Vereniging voor Podiumtechnologie) ist der Niederländische Verband für Bühnentechnik, ähnlich unserer DTHG. Dieser hatte im Dezember 2010 zum Symposium über ein interessanten LED-Projekt eingeladen:

Man hat ein Balletstück einmal mit Konventionellen Licht und einmal mit LED-Strahlern beleuchtet und jeweils beide Versionen Aufgeführt. Aber anstatt die Beleuchter nach Ihrer Meinung zu fragen, hat man das Publikum befragt wie Sie das Licht empfunden haben. Die Aufführungen wurden bei dem Vortrag als Videos nebeneinander gezeigt. So konnte man auch im nachhinein ein Ahnung erheischen wo die Unterschiede zu sehen sind. Natürlich kann ein Video nicht mehr das tatsächliche Bild in seinem Umfang an Bildinformation wiedergeben, aber immerhin einige Unterschiede waren zu erkennen.

Die anschließende Podiumsdiskussion liesse sich so zusammenfassen dass man mit LED-Licht zur Zeit nicht das konventionelle Licht ersetzen sollte sondern es als Ergänzung sehen muss. Es sind beide Lichtquellen mit Ihren spezifischen Eigenschaften parallel zu betreiben um die Vorteile von beiden zu nutzen um die größere Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen. Natürlich hatte man auch die Problematik der LED-Strahler wie z. B. die Farbveränderungen beim Dimmen aufgezeigt, während man aber bei den Knalligen Farben auf die LED-Straher schwört. Die Wirkliche Energieeinsparung findet im Kopf statt und kann anderortes viel effektiver erbracht werden. Dazu hat man die Einsteinsche Formel e = mc² umgemünzt in Energie Sparren = Menthalität x Kontrolle x Kontrolle.

So waren z. B. die kräftigen Farben bei den LED beleuchteten Stück wesendlich gesättigter, während aber die Muskulaturzeichnung der Tänzer bei der konventionellen Beleuchtung deutlicher hervortrat. Die Zuschauerbefragung stützte sich auf fragen wie z. B. passte die Lichtshow zu dem Stück, wobei bei der konventionellen Beleuchtung deutlich mehr Zuschauer positiv abstimmten, während bei der LED-Beleuchtung die Zuschauer mehr eine neutrale Bewertung abgaben. Bei der Frage ob sie noch dem Licht etwas hinzufügen würden war das Konventionelle Licht mit Gut bis Sehr gut stark vertreten, während das LED Licht seinen Schwerpunkt bei Gut aufwies und deutlich weniger sehr gut beurteilt wurde. Bei der Frage ob dem Zuschauer die Farben gefallen haben wurde erstaunlicher weise so gut wie kein Unterschied in der „Ja - Nein - Weiss nicht“ Verteilung ersichtlich. Dagegen wurde bei der Frage ob man sich mit der Beleuchtung gut auf den Tanz konzentrieren konnte bei dem LED-Licht deutlich mehr mit Nein beantwortet. Auch die Frage ob das Licht hell genug war wurde mehr mit Ja bei dem konventionellen Licht beantwortet. Interessant war die Frage ob man sagen könnte ob das Stück mit konventionellen Licht oder mit „Nachhaltigen Licht“ beleuchtet wurde. So haben 50% der Zuschauer das konventionelle Licht als LED-beleuchtet gesehen aber immerhin 2/3 das LED-beleuchte Stück auch als LED-beleuchtet erkannt.


LED-Scheinwerfer

Halogen / Entladungslampe

Zur Zeit bis 100 lm/W

18 / 80 lm/w

100000 St/mld

20 - 2000 St/mld

Kein Totalausfall, sondern Degeneration

Totalausfall durch Erschütterung, Entglasung, Wendel-Elektroden-schwund

Keine UV- oder IR- Strahlung

Entladungslampe benötigt meist UV-Filter

Kaum Oberflächentemperatur

Hoher Abwärmeanteil, Klimaanlage

„Kaltes“ Licht

Latente Brandgefahr

Empfindlich bei Hoher Umgebungstemperatur

Umgebungstemperatur unempfindlich

Reine Farben

Alle Farben (Folie)

-

Gutes Weiss, hohe Farbwiedergabe

Keine Einbrennphase

- / Aufwärmen Zünden

Gutes Dimmen

Gutes Dimmen / nur mechnisches Dimmen

Sofort Black

Nachglimmen

Weisse LED - dimmen mit konstanter Farbtemperatur

Farbtemperaturdrift / Farbtemperatur Konstant

RGB mit Farbschatten

Nie Farbschatten

Aufbringen auf Deko, Flächen , Körperkonturen

- / -

Energiesparen / Anschlussleistung


Herstellung Aufwendig Global Energiebilanz incl. Entsorgung nicht so günstig

Europäische Produktion

Installation an schwer zugänglichen Orten

Lagerhaltung

Hohe Anschaffungskosten

Servicekosten

Es ist schon Paradox. Da macht man einen Raum Dunkel, ohne Fenster, ohne Oberlicht, um Ihn dann mit Scheinwerfern wieder hell zu machen und nennt das ganze Theater. Jetzt werden „Green“- Scheinwerfer oder Leuchtmittel und sonstige „Energiesparer“ angeboten und der Verbot der Glühlampe hat bereits die ersten Haushalte erreicht. Sicher ist die Stromaufnahme im Betrieb einer LED inzwischen geringer als von einer Wolframwendel. Aber wie viel Energie kostet es diese LED herzustellen? Alleine den Aufwand den Kristall zu züchten und die Reinsträume zu unterhalten, deren Klimaanlagen und Öfen. Dazu gehören auch die Leiterplatten und Elektronikproduktion mit den Giftstoffen die dabei anfallen. Von der Entsorgung wollen wir erst gar nicht anfangen, wenn man vergleicht wie einfach eine Allgebrauchslampe zu entsorgen ist, Glas und Metall gegenüber der praktischen Unmöglichkeit bestückte Platinen in Ihre Bestandteile aufzubereiten. Deshalb - global gesehen tun wir nichts mit dieser Art Energieeinsparungsmaßnahmen, sondern nur etwas bezogen auf einen einzelne Posten – in dem Fall den begrenzt Budget-Posten der da Strom heisst. Wenn ich zu hause viele Leuchten brennen habe, regelt auch meine Heizung herunter. Früher als man noch Nachtspeicheröfen klasse fand, war der Unterschied gleich null, ob ich per Wolframdraht oder per Heizdraht die Wohnung aufwärmte. Die Kunst bleibt im übrigen von solchen Betrachtungen immer aussen vor. Und wenn man ein Scheinwerfer entwickelt wird der mit 1800Watt genau das Gleiche Lichtbild einer älteren 2500Watt Generation leistet, so erhält man vom Lightdesigner die Frage warum man den 2500 Watt Strahler nicht heller gemacht hat, da wäre für Ihn eine bemerkenswerte Bereicherung gewesen. Wirkliches Energiesparen fängt im Kopf an. Wenn man ein Lichtkonzept bereits als Simulation bzw. am grünen Tisch sehr weit entwickelt und nicht wie einige Regisseure während den Proben Konzeptlos sich organisch zum leben erweckt, was als kreativ verkauft wird, könnte man sich einige Tage Beleuchtungsproben schenken. Aber was würde passieren. Das Theater bleibt nicht dunkel, sondern andere Proben werden angesetzt und das Licht geht wieder an. Betrachten wir doch mal unsere aktuellen Shows. Z. B. die Eröffnung der Olympiade. Ich glaube auch wenn Geräte eingesetzt werden würden die nur die Hälfte an Leistung aufnehmen, hat der Designer vier mal so viele Scheinwerfer eingesetzt um eine noch grössere unverwechselbarere Show zu zaubern und jede Einsparung wird somit zunichte gemacht. Sicher spart man mit einen 6 Liter Auto mehr Benzin als mit einem 8 Liter Auto. Aber ein  autofreien Sonntag - das war eine wirkliche Einsparung. Aber jetzt bitte nicht falsch verstehen, das ist kein Plädoyer gegen die LED, nein die LED hat durchaus Ihre Vorteile und verdient es weiterentwickelt zu werden, jedoch die gewissenberuhigenden Werbebotschaften wie „Green Spot“ sind zuwider.

Jedoch LED-Strahler mit Farbigen LEDs wie Rot Grün und Blau, driften dagegen beim Dimmen in sehr unterschiedliche Farbrichtungen weg und können auch über die Dimmkurve auch verschiedene Farben annehmen. Super ist dagegen dass man bei einer LED nie ein summendes Filament hört.

Symposium Plasa 2011 zum Thema LED-Scheinwerfer

Zwolle Vergleich

LED-Scheinwerfer




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