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Ethernet Netzwerk: ACN |
| ACN ist in aller Munde als kommendes Lichtsteuer-Übertragungsprotokoll |
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sind durchaus parallelen zur Historie von DMX und der Entwicklung von ACN
zu erkennen. Zurzeit in der Wandlung von DMX zu einem Standard DMX waren
bereits viele unterschiedliche Digitale und Analogmultiplexe Protokolle
von den verschieden Firmen entwickelt worden. Dies ist heute bei den Ethernet
basierenden Protokollen ebenso. Damals wie heute wird es spezielle Firmeneigne
Protokolle weiterhin gepflegt werden, da sie a) eine bereits sehr hohe Verbreitung erfahren haben wie z.B. das Artnet, oder b) beinhaltet deutliche Performancevorteile für bestimmte Funktionen wie z.B. das MA-Net. Bis heute haben sich Hartnäckig z.B. D54 Verbindungen gehalten, da durch die Analoge Wertevermittlung alle Zwischenstufen darstellbar sind im Gegensatz zum 8-Bit Wertevorrat eines DMX-Kanales. So sei hier vorweggenommen, das nun mit dem ratifizierten und zertifizierten Standard ACN eben nicht alle anderen Protokolle in die Zweitklassigkeit verdammt werden. Im folgenden werden die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen von ACN behandelt, auch um dieses Protokoll mit den in der folgenden Serie behandelten firmeneignen Ethernetbasierenden Protokollen vergleichen bzw. abschätzen zu können - der Grundvorraussetzung für eine richtige System-Kaufentscheidung. |
| ACN
ACN wurde in der Entstehungszeit zunächst als Advanced Control Network bezeichnet und dann in Architecture for Control Networks umbenannt. ACN ist ein auf Ethernet basierendes Netzwerkprotokoll das von der ESTA (Entertainment Services and Technology Association) mit der Kennung BSR E1.17 (BSR=Britisch standard regulation, ähnlich unserer DIN Bezeichung) entwickelt wurde. ACN unterstützt ein einfaches Netzwerk für unterschiedlichste Informationen der Beleuchtungstechnik, muss aber nicht nur auf das "Licht" beschränkt bleiben. Es sind auch Anbindungen für Bühnen-, Pyro-, Video-, und Tonsteuerungen angedacht. Damit neu entwickelte Geräte mit neuen Funktionen auch in Zukunft in dem Protokoll berücksichtigt werden können, wird eine DDL (Device Description Language) Datei eingeführt. In dieser Datei werden die Möglichkeiten dieses Gerätes definiert und über das Netzwerk auch den Steuerkonsolen mitgeteilt. Die Steuerung kann somit die neuen Funktionen aufnehmen und dem Anwender zur Verfügung stellen, ohne dass er das neue Gerät erst neu anlegen muss. Somit wird auch deutlich das zukünftige Produkte die ACN nutzen wollen nicht auf Beleuchtungstechnik beschränkt bleiben müssen. Es könnte im laufe der Zeit das Protokoll soweit etablieren, das man dann von einem Veranstaltung-Steuerungs-Protokoll sprechen wird, was jedoch jetzt reine Spekulation ist. Bleibt zunächst festzuhalten das ACN auf der Schicht sieben des ISO/OSI-Schichtenmodells des Ethernets befindet sowie natürlich Hersteller- und Hardeware unabhängig ist. Das führt soweit, das ACN nicht zwangsweise ein RJ 45 Steckverbinder benötigt, da die Hardewareseite wie oben beschrieben (Schichtenmodell) gar nicht definiert wird. ACN kann genauso über Firewire, Bluetouth, Wireless LAN, Glasfaser oder sonstiges über das ein TCP/IP Protokoll arbeitet übertragen werden. ![]() Die DDL (Device Description Language) regelt Aufbau und den Inhalt der Daten die übertragen werden sollen. Das DMP (Device Management Protokol) tauscht Anwendungsdaten zwischen einzelnen Geräten aus. Der SDT (Session Data Transport) regelt welche Geräte miteinander zu kommunizieren haben. |
| Zunächst
wird man bei Begriffen wie DDL, SDT oder DMP abgeschreckt wenn man dem DMX-Gedanken
verankert ist dass man doch nur mit dem Pult die Movinglights da hinten
ansteuern will. OK es sind viele geworden im laufe der letzten Jahre. Man
möchte doch nur DMX von A-B übertragen und warum kann das nicht
so einfach sein wie beim ART-Net - zehn DMX Universen rein und verteilt
wieder ausgegeben. ACN geht aber einen gewaltigen schritt nach vorne in
die Zukunft, denn mit Dateien, die einer Konsole erst einmal mitteilen was
für Daten übertragen werden und was diese Daten bezwecken sollen,
ist man von Begrenzungen wie 8-Bit Dimmwert oder 16 Bit
bei Pan und finePan nicht am Ende. Viel mehr noch, es wird nie ein ende
der Definitionen geben, da der Hersteller immer neue Definitionen kreieren
kann. So ist bei 32 Bit oder 64 Bit das Ende nicht erreicht, man könnte
auch Fließkommerzahlen, Buchstaben, Zeiten oder Winkelcodierungen
oder jeweiligen Wertebereich und die Bedeutung ob Effektdiskstellung im
Strahlengang, Flammenhöhe eines Pyroeffektes oder man sonst was bedeutet,
definieren und übertragen. Es wäre auch durchaus denkbar das man
nicht mehr Pan und Tilt werte überträgt, sondern nur noch die
Vektoren oder Zielkoordinaten im dreidimensionalen Raum, wenn
man zuvor die Örtlichkeit des Movinglights angegeben hat. Das System
kann in beinahe jede Größe hin beliebig skaliert werden. Damit
werden Investitionen langfristig gesichert. Natürlich ist nicht nur
die Dimmerrückmeldung durch das bidirektionale Protokoll einfach zu
realisieren wobei die zurückgemeldeten Werte im Protokoll definiert
werden, wie z.B. Lüfterzustand oder Modultemperatur. So kann z.B. die
Dimmerrückmeldung von einem Pult ausgelesen werden das ein anderer
Hersteller entwickelt hat. Man ist nicht mehr im System der Hersteller gefangen.
Hier sei aber nebenbei erwähnt, das für die Rückmeldung bei
Movinglights bereits ein Patent vergeben wurde. Inwieweit mit den
neuen Protokoll eine Einigung mit dem Patentinhaber erfolgen wird ist noch
ungewiss. Ein weiterer Vorteil einer so offenen Struktur ist, das bei neu
hinzugefügten Geräten ein Kontroller die Informationen des Gerätes
aufnimmt, mit seinen Resourcen und den angeschlossenen Resourcen abgleicht
und demnach eine automatische Konfiguration wie Adressierung
oder automatische Lüfterspeedregelung entsprechend den bereit anderen
installierten 23 Stück, des neuen Gerätes vornimmt. Auch Dritthersteller
können von der offnen Datenstrucktur partiziepieren und praktische
Zusatzgeräte entwickeln, die mit den verfügbaren Daten wie ein
Plug in Funktionen erweitern können. Es wäre z.B. vorstellbar
Effektgeräte für komplexe Farbverläufe einzuschleifen, oder
einen Color-Picker, wenn die Konsole diese Funktion nicht unterstützt.
Hier sind auch viele Softwarebasierende Shareware Programme für die
Zukunft denkbar. Und wenn Hebezeuge die gleiche Infrastrucktur und Protokoll
nutzen, so sind Synchroniesierung einfach zu realiesieren, wobei aber auch
definiert werden kann das die Licht und Bühnenautomation weiterhin
vollkommen getrennt arbeiten und Informationen der "Licht-Seite"
nicht das Bühnenmaschineriesystem belasten und umgekehrt. So sind "Substrukturen"
mit ACN durchaus aufzubauen. In einem ACN System wird ein Kontroller eine "Get/Set_property" Sendung zu den Geräten die im DMP Protokoll definiert wurden, absetzen. Diese Sendung wird mit dem SDT Protokoll transportiert, das die Übersicht der Verfügbarkeit, Onlinestatus und die Gruppenierungsstrucktur der Geräte beinhaltet. Alle DMP und SDT Sendungen werden in individuelle Protokoll Data Units (PDUs) eingebettet, die dann über UDP und dem Ethernet übermittelt werden. Neue Geräte werden über ein das festes Protokoll SLP erstmals in Empfang genommen. Deren Besonderen Geräteeigenschaften mit deren neuen Funktionen werden dann über die DDL definiert und steht somit dien Kontrollgeräten zur Verfügung. Netzwerksteuerung: Fazit |
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Vielen Dank
für Ihr Intresse |
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