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Netzwerk: Licht-Steuerprotokolle Architektur |
| Lichttechnik ist nicht nur in der Veranstaltungstechnik beheimatet, sondern auch im Architekturbereich. So sind speziell für den Architekturbereich ebenfalls Licht-Steuer bzw. Übertragungssysteme entwickelt worden, die insbesondere den Anforderungen im Bausektors gerecht werden. Da immer mehr Licht-Entertainment in der Architektur stattfindet, also dem so genannten Architainment, blicken wir hier über den Tellerrand um die Eigenheiten der Architektur-Steuersignale kennen zulernen. |
| In der Veranstaltungstechnik ist DMX 512 auch deshalb ein Standard, da mit diesem Protokoll Beatgenauen Flash-Lauflichter realisiert werden können. Dagegen sind die Anforderungen aus der Architektur eher im Bereich einfachster Verkabelung oder Anbindung an weiteren Gewerken wie Klima oder Sonnenrollos gelegen, während eine schnelle Verarbeitung eine untergeordnete Rolle spielt. So rümpft manch Veranstaltungstechniker die Nase wenn er mit Architektursteuersignalen zu tun hat. Jedoch darf man die Lösungen nicht pauschal abtun, denn selbst in manch ureignen Veranstaltungsprodukten wie einer Leuchtstofffarbrampe kann man intern Steuerungen aus dem Architekturbereich wieder finden. |
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DSI Steckbrief |
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DALI Steckbrief
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| EIB EIB steht für European Installation Bus, und wurde von den Firmen Berker, Jung, Gira, Merten und Siemens ins leben gerufen. Durch den Späteren Zusammenschluss mit der Konnex Association wurde auch der EIB-Bus erweitert und auch Namentlich auf EIB/KNX geändert. Im Gegensatz zu Dali ist der EIB-Bus dezentral aufgebaut und unterstützt alle Gewerke wie Heizung, Lüftung oder gar Sicherheitseinrichtungen. Die Teilnehmer werden unterschieden in Sensor wie z.B. Schalter, Befehlsgeber, Windmesser, Helligkeitssensor oder Gasdetektor und in Aktoren wie Dimmer, Jalousienen, Motoren oder Lüftung, um nur einige zu nennen. Dabei muss jeder Teilnehmer einen eignen Microcontroller beinhalten der eine selbständige Prozessbearbeitung für das betreffende Gerät durchführen kann. Denn im Gegensatz zum DALI-System, bei dem ein Zentralrechner alles steuert und nur den direkten Befehl übermittelt, ist beim EIB-System kein Zentrales Steuergerät erforderlich. Findet irgendein Ereignis statt, so sendet der Sensor die Nutzinformation wie z.B. Schalter wurde geschaltet oder Windgeschwindigkeit beträgt 8 Knoten oder ein Rechner liefert zeitgesteuerte Ereignismeldungen. Alle angeschlossenen Aktoren hören die Busleitung ab und bei entsprechender Gruppenadresse oder Absenderadresse reagiert der Aktor mit der in Ihm vorprogrammierten Handlung. Ein Vorteil ist dabei das der Ausfall einer Zentralsteuerung hier keinen Totalausfalls des System zur folge hat. Nachteilig ist bestimmt der gesteigerte Programmieraufwand der einzelnen Aktoren. Jeder Teilnehmer muss also mit einem Programmiergerät adressiert werden sowie mit dem Funktionsprogramm (Applikation), Parametern und Gruppenadressen programmiert werden. Der Bus selbst besteht aus "J-Y(St)Y 2x2x0,8 EIB" (Twisted-Pair-Kabel) wovon jedoch nur ein Paar benötigt wird denn die Signale wie auch die Spannungsversorgung von 28V DC erfolgen über dieselben Adern. Man kann Bereiche über Koppler aufteilen. Bei den Bereichskopplern können Adressräume definiert werden damit die bestimmte Informationen von einem Bereich in den anderen übertreten können. Ein Liniensegment besteht aus maximal 64 Teilnehmern. 4 Liniensegmente können zu einer kompletten Line zusammengefügt werden. Dabei werden zur Ankopplung Linienverstärker bzw. für die Erste Linie ein Lienenkoppler verwendet. Bis zu weitere 14 Linienkoppler können mit Ihren Linien zu einem Bereich zusammengeschlossen werde. Reichen die nicht aus, kann mit Bereichskopplern mehrere Bereiche zusammengeschlossen werden. Somit ist mit dem EIB-Bus die Beleuchtung, Jalousien beziehungsweise Beschattungseinrichtungen, Heizung aber auch die Schließ- und Alarmanlage zu steuern. Selbst eine Fernüberwachung und -steuerung des Gebäudes ist möglich. Aufgrund der soeben hier Skizzierten Möglichkeiten ist es leicht nachzuvollziehen, das man zur Bewältigung eines so mächtigen Bussystems etwas Einarbeitungszeit benötigt. Der EIB Bus ist über die EN50090 normiert. Steckbrief ![]() EIB Telegrammaufbau ![]() EIB Topologie, Linien und Bereiche |
| LON Das im Jahr 1990 erschienene LON (Local Operating Network) wurde von Motorola, die dafür eigen einen eignen Chip namens Neuron entwickelten, ins leben gerufen worden. LON hat eine große Verbreitung in der Gebäudeinstallation erfahren, ist aber als universales dezentrales Netzwerk für die Industrie, Verkehrsleitprozessen oder auch der Telekommunikation und weiteren Bereichen ein fester Bestandteil. Wie beim EIB-System tauschen auch hier Aktoren und Sensoren oder Controller ihre Daten aus, jedoch ist man bei LON sehr flexibel was die Datenübertragung betrifft. So erfolgt die Übertragung nicht nur über twistet Pair Leitungen, sondern auch über Funk, Lichtwellenleiter, IR, Coax oder das 230 V Stromnetz. Insbesondere die Übertragung über das 230V Netz macht LON für den Einsatz im Gebäude intersant, wenn das vorhandene Stromversorgungsnetz als Datennetz mitgenutzt werden kann. Auch hier ist der Kerngedanke eine dezentrale Steuerung. So muss jeder dezentrale Knoten eine frei Programmierbare Datenverarbeitung beinhalten. Dazu wurde der Neuron Chip entwickelt, der drei 8 Bit Prozessoren enthält. Eine CPU kontrolliert die physikalische Verbindung zum Netzwerk, die andere ist für die Kodierung und Dekodierung der Netzwerknachrichten verantwortlich und auf der dritten CPU läuft die vom Anwender programmierte Software. Mit einer 48 Bit lange ID-Nummer ab Werk ist der Chip bzw. der LON-Knoten eindeutig identifizierbar. Die Kommunikation erfolgt über das LonTalk Protokoll. Dabei werden über die LonMark Association immer weitere Kommunikations-Terminologien die auch Herstellerübergreifend arbeiten definiert. Die Programmierung der Knoten erfolgt ebenfalls über externe Programmiergeräte, jedoch mit gängigen Programmiersprachen wie ANSI C aber auch komfortabel über grafische Programmierung. Die Topologie kann absolut frei erfolgen. Selbst ein Mischen von Ring und Linie ist möglich. Über Router ist auch eine gesteuerte Segmentierung möglich. Eine Prioritäten geordnete Übertragung ist ebenfalls möglich wie auch eine gesicherte End to End Kontrolle sowie Empfangsbestätigungen. Selbst Ereignisse können mit Zeitstempel versehen versendet werden und ermöglichen so eine Protokollierung der Ereignisse, wie auch Warn und Alarmtexte. Das LON-System ist über die EN14908 normiert. Steckbrief |
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LCN Steckbrief |
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Hier wurde nur ein Auszug von Steuerprotokollen aus der Architekturlichtvielfalt ausgewählt. So heißen weitere Steuer-syteme z.B. X10, Netlinx, AMX-Bus, Polytrax, HomePNA, EHS, CEBus, Luxmate oder Nicobus, um nur einige weitere zu nennen. Die Funktion von Gateways, die wir bereits aus dem Teil "Ethernet" kennen gelernt haben finden wir unter den unterschiedlichen Bussystemen der Architektursysteme wieder. So sind nicht nur Gateways zwischen EIB, LON oder Dali vorhanden, sondern auch zu Ethernet und DMX. So kann eine komplexe Licht-Gestaltung durchaus durch ein Entertainment Lichtstellpult entwickelt werden und mit Playback Geräten der kontinuierlichen Ablauf kostengünstig realisiert werden, während über Anbindung über ein Gateway auf ein für Architekturbelange optimiertes Bussystem die Szenen übertragen werden, so das die Künstlerische Vorstellung wie auch der ökonomische Betrachtung des Betreibers realisiert werden können. Aber auch umgekehrt wird diese Technik immer weiter fortschreiten, wenn es darum geht in einem Veranstaltungsbetrieb wie einem Theaterhaus die Anbindung vom Lichtstellpult an das Saallicht und weiter noch an angrenzenden Bereiche der Haustechnik über standardisierte Hardware mit hausspezifischer programmierter Oberfläche realisiert zu werden. So kann den kostenintensiven Sonderbau begegnet werden und Änderungen bei eingetretenen Nutzungsänderungen müssen nicht mehr mit schwierigen Umbauten erfolgen, sondern einfach mit dem Umprogrammierung von Funktionen. So bleibt, gerade in der immer schneller drehenden Welt, zumindest die Hardeware Investition gesichert. Die Kenntnis über die angrenzenden Architektur-Bussysteme erleichtert die Einschätzung über den zu betreibenden Aufwand bei einer Ankopplung, den Vorteil, aber auch die Grenzen der Systeme. So ist es z.B. vorstellbar, das ein Theater bei Einsatz von Leuchtstofflampen anstatt Dimmerkreise mit Grundlast und unter Beachtung der Phase VIP 90 VG anzusteuern auf EVGs umschwenkt, die mit Dali arbeiten und über ein DMX-Dali Gateway die Steuerung realisiert. Damit wären die Besonderheiten der Dimmerauswahl nicht so hoch muss aber im Gegenzug die Auflösung von nur 8 Bit hinnehmen, sowie eine leicht zeitverzögerte Reaktionszeit. |
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Vielen
Dank für Ihr Intresse |
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